Außenwanddämmung im EWärmeG

Die Außen­wand­däm­mung ist neben der Dach- und der Kel­ler­de­cken­däm­mung die drit­te Mög­lich­keit als ein­zelne Dämm­maß­nah­me im EWär­meG an­ge­rech­net zu wer­den. Be­grün­det ist das durch den gro­ßen Energie­ein­spar­effekt des äuß­eren Wärme­schutz­es. Die Außen­wand muss um min­dest­ens 20 % bes­ser ge­dämmt sein (egal, ob in der Ver­gang­en­heit oder aktu­ell durch­ge­führt), als die Energie­ein­spar­ver­ord­nung (EnEV 2014 Anla­ge 3 Tabel­le 1 Nr. 1) dies für be­steh­en­de Gebäu­de vor­schreibt. Der so­ge­nan­nte Wärme­durch­gangs­koeffizient (U‑Wert) bestimmt die Quali­tät der Däm­mung. Es muss ein U‑Wert von min­des­tens 0,192 W/m²K er­reicht wer­den.

Je nied­ri­ger der U‑Wert, des­to effi­zi­en­ter ist die Däm­mung. Die not­wen­di­ge Dämm­stär­ke für Auß­en­wände beträgt ab­häng­ig vom Auf­bau und Däm­mstoff i. d. R. zwi­schen 16 und 18 cm.

Kombination mit anderen Erfüllungsoptionen

Sind Teil­flä­chen der Außen­wand in der ge­for­der­ten Qua­li­tät gedämmt, sind die­se ent­sprech­end an­teil­ig im Erneu­er­ba­re-Wär­me-Gesetz an­rech­en­bar. Bau­tei­le, die den ge­for­der­ten U‑Wert nicht er­reich­en, dür­fen nicht ein­be­zogen wer­den.

Hat ⅓ der gesam­ten Fas­sa­den­flä­che bspw. einen U‑Wert kleiner/gleich 0,192 W/m²K, sind die Anfor­de­run­gen eben­falls zu ⅓ (5 %) erfüllt.

Eine Kom­bi­na­ti­on mit ande­ren Dämm‑, Er­satz­maß­nah­men oder Er­neuer­baren En­er­gien ist natür­lich mög­lich. Eine en­er­ge­tische Vor-Ort-Erst­be­ra­­tung mit dem Sa­nier­ungs­fahr­plan ist in jedem Fall an­zu­ra­ten, um ge­eig­nete Kom­bi­nations­maß­nah­men zu er­örtern.

Gän­gi­ge Kom­bi­na­tio­nen: Sanie­rungs­fahr­plan

Däm­men Sie nicht nur Ihre Außen­wand, dann soll­ten Sie die neu zu tra­gen­den Las­ten vom Sta­ti­ker prü­fen las­sen.

Anteilige Gesetzeserfüllung durch die Dämmung der Fassade

Wenn nur ein Teil der Außen­wand­flä­che mit einem aus­rei­chen­den U‑Wert gedämmt wur­de, ist auch eine antei­li­ge Anrech­nung nach § 11.5 Satz 1 durch die fol­gen­de For­mel mög­lich:

\[\frac{gedämmte \: Flä­che \: [m²]}{gesamte \: Fläche\:[m²]}=Anteil \: Däm­mung \: [\%]\]

Ist der Wert grö­ßer oder gleich 15 %, sind die Vor­schrif­ten voll­stän­dig erfüllt. Ansons­ten ist die antei­li­ge Erfül­lung fol­gen­der­ma­ßen zu berech­nen:

\[ \frac{Anteil \: Erneu­er­ba­re \: Energien\:[\%]}{15 \: \: \% \:}\times100\:\%=Erfüllungsgrad\:[\%]\]
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